Unternehmensübergreifende Datenflüsse für Maschinenverfügbarkeit

Dr. Andreas Baader
CEO of ClearOps
William Barkawi
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https://www.clearops.com/blog/cross-company-data-flows-for-machine-uptime

Warum landwirtschaftliche OEMs einen neuen Integrationsansatz benötigen

Moderne landwirtschaftliche Serviceprozesse bleiben selten auf ein einzelnes Unternehmen beschränkt. Die Betriebszeit von Maschinen hängt von einer nahtlosen Zusammenarbeit zwischen OEMs, Händlern, Servicetechnikern, Ersatzteilzulieferern und Landwirten ab. Jeder Stakeholder nutzt unterschiedliche ERP-Systeme, Händlermanagementsysteme (DMS), IoT-Plattformen und Cloud-Anwendungen.

Der elektronische Datenaustausch ist zwar nichts Neues, doch die Realisierung vollständig automatisierter, unternehmensübergreifender End-to-End-Prozesse ist nach wie vor schwierig und kostspielig. Viele Integrationsinitiativen erfordern nach wie vor hohe Investitionen und einen laufenden Betriebsaufwand seitens der ohnehin schon stark ausgelasteten IT-Teams.

Die zunehmende Reife der Cloud und das Aufkommen der KI verändern jedoch die Möglichkeiten. Es entsteht eine neue Klasse von Integrationsanbietern, die Technologie, Fachwissen und sofort einsatzbereite Partnerkonnektivität kombinieren.

In diesem Artikel wird untersucht, wie dieser Wandel neue Servicemöglichkeiten im Bereich Landmaschinen ermöglicht und warum spezialisierte Integrationspartner für IT-Führungskräfte zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnen

Was Sie lernen werden:

🔶 Warum unternehmensübergreifende Integrationsprojekte oft hinter den Erwartungen zurückbleiben

🔶 Warum generische ETL-Plattformen im Ökosystem der Landmaschinen Schwierigkeiten haben

🔶 Wie sich spezialisierte Integrationsanbieter unterscheiden

🔶 Wie OEMs und Händlernetzwerke zu skalierbarer, cloudbasierter Konnektivität gelangen können

Der wachsende Wert von Daten in der Landwirtschaft

Die Präzisionslandwirtschaft hat die Landwirtschaft zu einer datengesteuerten Branche gemacht. Moderne Maschinen generieren kontinuierlich Betriebs- und Sensordaten, die die Produktivität, die Servicequalität und das Lebenszyklusmanagement verbessern können.

Um diesen Wert zu erschließen, müssen Daten sicher und zuverlässig zwischen folgenden Komponenten übertragen werden:

🔶 Maschinen und IoT-Plattformen

🔶 Händlern und Dienstleistern

🔶 OEM-Backend-Systemen

🔶 Farmmanagement-Software

Dies erfordert einen vertrauenswürdigen, skalierbaren unternehmensübergreifenden Datenaustausch.

Die aktuelle Realität: fragmentierte OEM-Konnektivität

Die meisten OEMs verwenden bereits ETL-Tools und APIs, um Daten zwischen Systemen zu übertragen.

Kurze Erklärung:

🔶 ETL (Extract, Transform, Load): Software, die Daten aus einem System sammelt, in ein nutzbares Format konvertiert und in ein anderes System lädt.

🔶 API (Application Programming Interface): Eine technische Schnittstelle, über die Softwaresysteme Daten direkt austauschen können.

Trotz dieser Technologien ist eine echte End-to-End-Integration nach wie vor unvollständig und fehleranfällig.
Warum? Weil generische Tools selten die Geschäftslogik landwirtschaftlicher Servicenetzwerke erfassen.

Die aktuelle Herausforderung: Unvollständige OEM-Datenkonnektivität

Herkömmliche ETL-Lösungen funktionieren innerhalb eines einzelnen Unternehmens gut. Sie stoßen jedoch an ihre Grenzen, wenn die Integration Tausende unabhängiger Partner umfassen muss.

Wichtige Einschränkungen:

1. Tausende von benutzerdefinierten Schnittstellen

Jeder Händler und Partner kann unterschiedliche ERP- oder DMS-Systeme verwenden.
Generische ETL erfordert die Erstellung und Pflege benutzerdefinierter Integrationen pro Partner, was langfristig einen enormen Wartungsaufwand verursacht.

2. Daten ohne Kontext

Händlersysteme liefern oft rohe Transaktionsdaten.
Um diese in aussagekräftige Erkenntnisse für landwirtschaftliche Dienstleistungen umzuwandeln, sind branchenspezifische Interpretationen und Geschäftsregeln erforderlich.

3. Ständige Veränderungen im Ökosystem

Händlernetzwerke entwickeln sich ständig weiter:

🔶 Neue Partner kommen hinzu

🔶 Systeme ändern sich

🔶 Prozesse werden angepasst

Die Integration muss daher dynamisch und skalierbar sein, nicht statisch und projektbasiert.

4. Lange Projektlaufzeiten

Integrationsprogramme brauchen oft Jahre, bis sie einen Mehrwert liefern, was für eine sich schnell digitalisierende Branche viel zu langsam ist.

Das Ergebnis ist eine Fragmentierung, die alle Beteiligten betrifft:

🔶Landwirte leiden unter reduzierter Maschinenverfügbarkeit

🔶Händler kämpfen mit ineffizienten Arbeitsabläufen

🔶OEMs fehlt es an vollständiger Flottenübersicht und Einblicken in den Service

Die Agrarindustrie braucht bessere Ansätze für die Datenkonnektivität von OEMs, um mit den aktuellen technologischen Fortschritten und der Geschwindigkeit Schritt zu halten.

Der traditionelle Markt für Datenintegration in der Welt der ERP

Die Übertragung und Integration von Daten über Unternehmensgrenzen hinweg ist ein anspruchsvolles Thema, das fast so alt ist wie die IT selbst. Heute gilt der ETL- und Integrationsmarkt als einer der größten IT-Märkte und unterliegt einem raschen Wandel. Von lokalen Tools bis hin zu cloudbasierten Lösungen stehen Unternehmen heute eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung, und ETL-Tools sind ein fester Bestandteil der IT-Landschaft von Unternehmen.

Komplexe Datenintegrationsprojekte gehören jedoch zu den Projekten, die am ehesten scheitern oder ihr Budget deutlich überschreiten. Gartner prognostiziert, dass 80 % der D&A-Governance-Initiativen bis 2027 scheitern werden (Gartner, 2024). Die Komplexität wird unterschätzt und die geschäftlichen Vorteile bleiben hinter den Erwartungen zurück.

Die Hauptgründe dafür sind:

🔶 Mangelndes Verständnis der Geschäftsprozesse und der Komplexität der Dienstleistungen

🔶 Unterschätzung des erforderlichen Datenumfangs und -inhalts

🔶 Die Vielfalt der beteiligten Legacy-Technologien übersteigt bei weitem die ursprünglichen Planungen

Aus diesen Gründen beschränkt sich die Kernintegration innerhalb von OEMs häufig auf Standardschnittstellen, die von großen Lösungsanbietern wie Microsoft, SAP oder Salesforce bereitgestellt werden. Diese in den 80er/90er Jahren etablierten Unternehmensstandards und -technologien (EDI, X.25-Standards, BAPI) bilden nach wie vor das Rückgrat der meisten Geschäftsprozesse.

Kurze Erklärung:

🔶 EDI (Electronic Data Interchange): ermöglicht es den Systemen von Unternehmen, standardisierte digitale Dokumente (wie Bestellungen, Rechnungen oder Versandavisen) automatisch ohne manuelle Dateneingabe direkt miteinander auszutauschen.

🔶 X.25: Ein älteres Netzwerkprotokoll, das Transaktionsdaten zuverlässig über große Entfernungen überträgt.

🔶 BAPI (Business Application Programming Interface): Eine standardisierte SAP‑Schnittstelle, über die externe Anwendungen SAP‑Geschäftsdaten lesen und ändern können.

Oftmals haben IT-Abteilungen Schwierigkeiten, bestehende ETL-Lösungen und Schnittstellen innerhalb eines Unternehmens am Laufen zu halten. Die Kapazitäten für neue Technologien wie KI und die Übernahme komplexer Aufgaben in einer gesamten Branche sind nicht vorhanden.

Der Aufstieg von Integrationsplattformen mit Business Intelligence

Da das Internet und Cloud-Dienste mittlerweile in der Branche weit verbreitet sind, gibt es eine neue Art von Technologieanbietern für ETL. Diese Anbieter fungieren gleichzeitig als Software- und Lösungsanbieter sowie als Datenmanager. Je nach ihrem spezifischen Marktumfeld bringen sie umfangreiches Geschäftswissen mit und bieten einsatzbereite Schnittstellen, die Systeme, Partner und Geschäftsprozesse miteinander verbinden. Das Ergebnis ist ein Komplettservice, der eine sofortige Realisierung von Geschäftsvorteilen und eine Reduzierung der Komplexität in IT-Landschaften ermöglicht.

Cloud Computing hat eine neue Kategorie von Anbietern hervorgebracht, die Folgendes kombinieren:

🔶 Integrationstechnologie

🔶 Branchenwissen

🔶 Vorab verbundene Partner-Ökosysteme

Im Gegensatz zu generischen ETL-Anbietern bieten diese Plattformen Integration als Business-Service und nicht nur als Infrastruktur.

Gemeinsame Merkmale:

🔶 Gebrauchsfertige Schnittstellen zu Industriepartnern

🔶 Integrierte Geschäftslogik und Prozesswissen

🔶 Skalierbare Cloud-Bereitstellung

🔶 Schnellere Amortisationszeit

Der richtige Partner für die Integration von Landmaschinenbetrieb und Lebenszyklusmanagement

Der Maschinenservice und das Lebenszyklusmanagement sind auf eine effiziente Koordination entlang der gesamten Service-Lieferkette angewiesen. Mit dem Aufkommen von IoT, Robotik, autonomen Geräten und fortschrittlichen Analysen wird ein nahtloser Datenaustausch immer wichtiger.

Spezialisierte Plattformen wie ClearOps konzentrieren sich auf die Verbindung von:

🔶 Händlern und Werkstätten

🔶 Ersatzteil- und Logistiknetzwerken

🔶 Backend-Systemen der OEMs

Als zentrale Integrationsplattform ermöglichen diese Plattformen OEMs den Zugriff auf Händler- und Servicedaten über ganze Märkte hinweg, ohne dass Tausende einzelner Verbindungen aufgebaut werden müssen.

Für IT-Abteilungen bietet dies mehrere Vorteile:

🔶 Schnellere Einbindung von Händlernetzwerken

🔶 Geringerer interner Integrationsaufwand

🔶 Zugang zu sich ständig weiterentwickelnder Technologie, einschließlich KI-gestützter Datenverarbeitung

Eine einheitliche Datenbasis ermöglicht Anwendungsfälle mit großer Wirkung:

🔶 Automatisierte Ersatzteilplanung

🔶 Bestandsoptimierung über Netzwerke hinweg

🔶 KI-gesteuerte Bedarfsprognosen

🔶 Vorausschauende Wartung und Überwachung des Maschinenzustands

Diese Funktionen tragen direkt zu einer verbesserten Maschinenverfügbarkeit, reduzierten Servicekosten und einer besseren Kundenerfahrung bei.

Jeder IT-Verantwortliche, der heute mit den komplexen Datenproblemen in der Welt der Landmaschinen konfrontiert ist, kann davon profitieren, sich an Full-Scope-Dienstleister zu wenden, um die relevanten Daten sofort verfügbar zu haben.

Fazit: Die Zukunft der Datenintegration in der Landtechnik

Unternehmen stehen vor einer grundlegenden Entscheidung:

Option 1: Erhebliche Ressourcen in den Versuch investieren, mit generischen ETL-Tools mit hohen Ausfallraten maßgeschneiderte Integrationen zu entwickeln.

Option 2: Mit speziell entwickelten Lösungen wie ClearOps arbeiten, die bewährte OEM-Datenkonnektivität, fundiertes Branchenwissen und unmittelbaren geschäftlichen Nutzen bieten.

Die Komplexität der Datenintegration in der Landtechnik wird mit der zunehmenden Verbreitung von IoT-Sensoren, dem Aufkommen autonomer Geräte und den steigenden Erwartungen der Kunden an einen nahtlosen Service weiter zunehmen. Die Händler und OEMs, die sich heute für speziell entwickelte Datenkonnektivitätslösungen entscheiden, werden morgen die Marktführer sein.

Über ClearOps

ClearOps ist die führende Aftersales-Plattform für die Maschinenindustrie, die es OEMs und Händlern ermöglicht, die Maschinenverfügbarkeit für ihre Endkunden zu maximieren und ihr volles Aftersales-Potenzial auszuschöpfen.

Durch die Verbindung von OEMs, Händlern und Maschinen auf einer einzigen Cloud-Plattform verwandelt ClearOps die Supply Chain-Lieferkette in ein vorausschauendes und proaktives Ökosystem. Das Unternehmen prognostiziert den Bedarf an Ersatzteilen, koordiniert den Einsatz von Technikern und Ersatzteilen und erfasst weltweit wichtige Lifecycle-Daten. Dadurch werden höhere Fill-Rates, eine stärkere Dealer- und Servicepartner-Leistung, ein höherer Ersatzteilverkauf und eine systematische Steigerung sowohl der Maschinenverfügbarkeit als auch des Customer Lifetime Value erzielt.

ClearOps hat seinen Hauptsitz in München und weitere Niederlassungen in Lissabon, Atlanta und San Jose.

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